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Artikel und Literatur anderer Anbieter

Das "angemaßte Eigentum" der Kirche
Neue Zürcher Zeitung, 22.02.03: Vor zweihundert Jahren wurde der sogenannte Reichsdeputationshauptschluss verabschiedet, das letzte grosse Gesetz des 1806 erloschenen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die damit verbundene Säkularisation des Kirchengutes hat eine bis heute andauernde Nachgeschichte - aber auch eine Vorgeschichte

Kirchenmäuse
Junge Welt, 22.02.03: Formal gibt es in der Bundesrepublik keine Staatskirche, faktisch werden die beiden großen christlichen Religionsgemeinschaften öffentlich und staatlich finanziert.

Trennung von Thron und Altar
Kölner Stadtanzeiger, 22.02.03: Wer einmal einen Blick in die Haushalte der Bundesländer wirft, stößt dort auf einen seltsamen Titel: „Staatsleistungen“ an die Kirchen.

Oberster Rechnungshof empfiehlt Schließung theologischer Fakultäten
Zeitecho.de, 04.12.02: Schon 1997 hatte der Bayerische Oberste Rechnungshof empfohlen, mit der Kirche über die Reduktion der Anzahl der theologischen Fakultäten in Deutschland zu verhandeln, da der finanzielle Aufwand den immer geringeren Studentenzahlen nicht entspräche. Nun empfiehlt er erneut eine Reduktion.

Kirchen in Finanznot
Süddeutsche Zeitung, 14.11.02: Schwindsucht im Klingelbeutel - Auch die Kirchen müssen sparen, und die Rücklagen "reichen nicht bis in alle Ewigkeit"; Die Lasten der Einheit - In der Begeisterung der Nach-Wende-Zeit haben Berlins Katholiken über ihre Verhältnisse gelebt; Seelsorge ja, aber kostengünstig. Rechenhilfe vom Profi-Berater

Die Kirchensteuer und die Mitwirkung des Kirchenvolks am Leitungsdienst (doc-Format)
Studie der Arbeitsgruppe Kirchensteuer der KirchenVolksBewegung Wir-sind-Kirche.

Glaubensfrage Arbeitsplatz
taz, 21.10.02: Wie viele Stellen im Bereich der Kranken- oder Altenpflege Kirchenmitgliedern vorbehalten sind, ist unbekannt. Klar ist: Der Staat ist in Sachen Glauben nicht neutral

Säkularisierung. WDR-Sendung von Oktober 2002
Die Diözesen der fünf nordrhein-westfälischen Bischöfe und Erzbischöfe kassieren vom Land allein 5,6 Millionen Euro. Plus 9 Millionen Euro Landesmittel für die Gehälter und Pensionen von Pfarrern. Insgesamt fließen an die beiden großen Kirchen aufgrund uralter Rechtstitel im Jahr 2002 mehr als 36 Millionen Euro. Da stellt sich die Frage, wie lange soll noch gezahlt werden - 100 Jahre, 200 Jahre oder 1.000 Jahre...

Unsinnige Steuersubventionen - Milliardensegen für die Kirchen
ARD-Sendung Panorama von Okt. 2002: Zwei Jahrhunderte liegt sie zurück: Die Säkularisation, also die Trennung von Kirche und Staat. Die Kommunen zahlen dafür immer noch - oft Lasten wie im Mittelalter, wie zum Beispiel die Getreideabgabe. Aber auch Bischofs-Gehälter, Militärseelsorge, Pfarrerstudium, Kirchentage, Pensionen, sogar Glocken und Orgeln: Der Staat zahlt häufig für fast alles, was zur Kirche gehört. Aufgedeckt wird auch, wie die Kirche mit den Rechten der Arbeitnehmer umgeht. Die Sendung ist als Video, aber auch als Text-Datei abrufbar.

Arbeiten unterm Kreuz
DIE ZEIT Wirtschaft 39/2002: Den Konflikt zwischen Kapital und Arbeit hätten sie gelöst, behaupten die Kirchen in Deutschland. Das Verhältnis zu ihren Angestellten bezeichnen sie als "dritten Weg". Jetzt führt die Evangelische Diakonie für Putzfrauen und Küchenhilfen einen Niedriglohnsektor ein - und legt sich mit der Gewerkschaft an

Die Finanzen der Nordelbischen Landeskirche
HA (Humanistische Akademie) 02/2002: Die Frage nach dem Geld ist in Deutschland eine sehr intime Frage und sein Gehalt nennt man nur im engsten Freundeskreis.

Kirche ohne Schatten. Macht und Frömmigkeit in der Bundesrepublik
Berliner Zeitung, 31.08.2002: Von den Kirchen  und deren eigentümerlicher Sonderstellung im staatlichen System - nicht Staatskirchen und nicht Verbände, sind sie als KdöR mit dem Staat aufs innigste verschlungen.

Das unbekannte Vermögen der Kirchen
MIZ 01/2002: Grundbesitz und Immobilien der beiden größten Konfessionen in Deutschland

Abschied von der Kirchensteuer. Plädoyer für ein demokratischeres Zukunftsmodell.
Reformvorschlag des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins, Januar 2002

Kirche? Mehr als man glaubt (doc.Datei)
Diesseits 58/2002 (Januar 02): Carsten Frerk. Rückläufige Steuereinnahmen. Leere Kassen. So sieht das Fazit der Kirchen aus. Jetzt erschien eine ganz andere Bilanz, die belegt, dass die beiden Kirchen die reichsten Unternehmer der Bundesrepublik sind.

Kirchenbanken in Deutschland
MIZ 04/2001: Carsten Frerk. Das sichtbare und unsichtbare Kapitalvermögen der beiden großen Kirchen in Deutschland.

Kirche: Diskret wie Schweizer Banken
Der Spiegel 49/2001: Die Kirchen klagen über rückläufige Steuereinnahmen und leere Kassen. Doch ein Wissenschaftler hat errechnet: Die Christen-Institutionen sind die reichsten Unternehmer der Republik. Der Artikel bezieht sich auf das Buch von Carsten Frerk: Finanzen und Vermögen der Kirchen, Alibri-Verlag

Carsten Frerk. Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland (Buch)
Dezember 2001: Erstmals seit 30 Jahren liegt nun wieder eine umfassende Darstellung zu Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland vor, die weit über jene allgemein bekannten Punkte hinausgeht. Systematisch gegliedert werden gerade die Bereiche dargestellt, über die bislang kaum verläßliche Daten verfügbar waren.

Am Gelde hängt, zum Gelde drängt
Frankfurter Rundschau, 12.06.01: Die staatliche Finanzierung der Kirchen und das Grundgesetz

Die "Heiden-Steuer": Das "besondere Kirchgeld"
und
Es darf ein bisschen mehr sein. Kirchen: Ungeahnte Einnahmequellen

WDR, 02.04.2001: Der Westdeutsche Rundfunk klärte in der Fernsehsendung markt über Kirchensteuer, Kirchgeld und die Finanzierung von kirchlichen Einrichtungen auf. Eine Befragung von Passanten zeigte: Die Öffentlichkeit ist falsch informiert. "De facto wenden die Kirchen nicht einmal 10 Prozent ihrer Einnahmen für soziale Dienste auf", erklärt der WDR auf seiner Homepage.

Die staatliche Finanzierung der Kirchen und das Grundgesetz
Zeitschrift für Rechtspolitik, Febr. 2001: Es gibt wenig Subventionsverhältnisse, die so alt, so vielfältig und so schwer durchschaubar sind, wie die staatliche Alimentierung der Kirchen.

Praxis der Kirchensteuererhebung in der Bundesrepublik in wesentlichen Punkten verfassungswidrig
Neue Zeitschrift für Verfassungsrecht 2001: Verfassungsrechtliche Problematik der Inpflichtnahme von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beim Kirchenlohnsteuereinzug


2001-2003, Der Humanist
zusammengestellt von Heike Jackler