Religionszugehörigkeit in Deutschland

Tabelle Konfessionzugehörigkeit in Deutschland 

Quelle: Datenblatt Religionszugehörigkeiten 1970-2010, Fassung vom 23.09.2010, fowid

Die Zahlen im Bereich der Religionszugehörigkeit zeigen vor allem den kontinuierlichen Verlust der beiden großen Kirchen an Mitgliedern. Noch 1970 war mit fast 94% nahezu die gesamte Bevölkerung der Bundesrepublik Mitglied in einer der beiden großen Kirchen. Bis zur Wende 1989 waren bereits nur noch rund 83% der Bewohner Westdeutschlands Kirchenmitglied. Einen großen Einschnitt bei der Religionszugehörigkeit gab es 1990 im Zuge der Wiedervereinigung. Dadurch, dass im Osten nur wenige Menschen der Kirche angehörten, sank auch der Gesamtanteil der Kirchenmitglieder auf rund 73%. 1997 sank der Anteil der Kirchenmitglieder dann erstmals unter 2/3 der Bevölkerung. 2008 waren dann weniger als 60% noch Mitglied einer Kirche.

Nach einer aktuellen Hochrechnung der Forschungsgruppe fowid sehen die Zahlen der Religionszugehörigkeit für 2010 wie folgt aus:

 Abbildung Religionszugehörigkeit in Deutschland 2010

Quelle: Datenblatt Religionszugehörigkeiten 1970-2010,Fassung vom 23.09.2010, fowid

Die Konfessionfreien stellen mit 34,6 % die inzwischen größte Gruppe, die Mitglieder der katholischen Kirchen kommen nur noch auf 29,7 % und die Mitglieder der evangelischen Kirche auf 29,6%. Muslimische Mitbürger kommen auf 4,4% und andere Religionen auf 1,7%. Anzumerken ist jedoch, dass der Anteil der Muslime wahrscheinlich deutlich zu hoch ist, da mangels regulärer „Kirchen“ staatlicherseits oftmals von einer kulturellen Zugehörigkeit ausgegangen wird und religionsferne Menschen dann zu Unrecht als Muslime geführt werden.

Ausblick: Wenn der Trend in der jetzigen Form anhält, dann ist davon auszugehen, dass um 2025 herum nur noch lediglich die Hälfte der Bevölkerung einer der beiden großen Kirchen angehören wird.