Die öffentliche Hand zahlt, der Vatikan nicht
Dass der „Weltjugendtag“ eine katholische Propagandaveranstaltung ist und keineswegs die Jugendlichen der Welt, sondern eben die katholischen anspricht und somit rein innerkirchliche Zwecke verfolgt, dürfte schwerlich zu bestreiten sein. Trotzdem unterstützt der Staat das Großereignis nicht nur logistisch (z.B. durch die kostenlose Bereitstellung von Schlafplätzen in Schulen und Turnhallen),1 sondern beteiligt sich auch direkt an der Finanzierung. Von den Kosten in Höhe von „unter 100 Millionen Euro“ trägt die öffentliche Hand dem Veranstalter, der WJT gGmbH, zufolge, rund 15%. Nach Informationen des WDR handelt es sich um 11,7 Mio Euro: 7,5 Mio seien vom Bund zugesagt, 3 Mio vom Land Nordrhein-Westfalen und 1,2 Mio von der Europäischen Union.2